Foxoring-DM mit Siegerländer Beteilung

Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Foxoring wurden das Siegerland und Westfalen-Süd durch Frank, DL6DBN vertreten. In der Kategorie M40 trat er bei den beiden Wettkämpfen am 8. und 9. Oktober im Ruhrgebiet an. Hier sein persönlicher Bericht…

>> Meine Teilnahme stand unter keinem guten Stern. Beim letzten Test vor dem Packen der Peilgeräte streikte der 2-m-Empfänger. Für eine gründliche Fehlersuche fehlte mir – drei Stunden vor Abfahrt – die Zeit. Also musste der Ersatzempfänger her. Da der aber aus einer anderen „Epoche“ stammt und lange nicht benutzt worden war, musste erst noch ein passender Kopfhörerstecker her. Irgendwie hatte ich, was 2 m betraf, ein komisches Gefühl im Bauch, konnte ich das Ersatzgerät schließlich nicht mehr ausgiebig testen. Das komische Gefühl sollte sich später bewahrheiten.

Noch im Trockenen erreichte ich mittags den Startplatz etwas südlich der Zeche Prosper Haniel in Bottrop. Der Ausschreibung nach hätte ich vermutet, dass das Haldengelände – wie bereits vor drei Jahren – Teil des Wettkampfgebiets ist. Aber nein, es blieb flach. Pünktlich gestartet, setzte nach kurzer Zeit im Gelände heftiger Regen ein. Im nu waren alle bis auf die Haut nass. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon mein erstes technisches Fiasko hinter mir. Reichte der Empfangsbereich des Peilempfängers beim Testsender auf dem Parkplatz weit genug an 144 MHz heran, lagen einige der Sender im Gelände schon am Rande der Filterflanke und waren entsprechend schlecht zu hören und zu peilen. 15 bis 20 m, weiter durfte ich nicht vom möglichen Standort entfernt sein, um eine Peilung hin zu bekommen.

Mit der Zeit hatte ich mich damit abgefunden, erst einmal im Umfeld des eingezeichneten Postenstandorts und in Sendernähe herum zu irren, bis das erste Signal zu hören war. Weil ich nur einmal kurz den Kartenkontakt verloren hatte, bin ich prompt an einem Sender vorbei gelaufen. Bis ich es gemerkt hatte, war ich schon so weit weg und nahe des nächsten Postens, dass ich den überlaufenen Sender zugunsten der noch ausstehenden erste einmal verschoben hatte. Am Ende fehlte mir durch das lange Suchen im Nahfeld der Posten die Zeit, auch noch die Sender im südlichen Teil des Geländes anzulaufen. Mit nur 13 der 19 anzulaufenden Sender kam ich etwas geknickt ins Ziel. Wie überrascht war ich, dass es am Ende noch zu Platz 7 (von 10) gereicht hat. Zwei Teilnehmer meiner Altersklasse hatten noch größere Empfängerprobleme und mussten vorzeitig aus dem Gelände zurückkehren – nennt man das dann ein „Technisches K.O.“?

Nach dem strömenden Regen vom Samstag begrüßte uns der Sonntag mit Nebel, einer Kälte von 3 °C und Sonne. Bis zu meinem Start um kurz nach 11 Uhr, waren die Temperaturen glücklicherweise auf knapp 10 °C gestiegen und der sich lichtende Nebel gab tolle Ausblicke frei. Die Laufjacke konnte am Start bleiben, und zum Ende war es sogar richtig warm in der Sonne. Diesmal ging es in ein Haldengelände – „Hoheward-Hoppenbruch“ bei Herten. Der Parcour erstreckte sich über eine bewaldete Halde und die Flanke einer Halde mit niedrigem Bewuchs – ein sehr interessantes, fein strukturiertes und abwechslungsreiches Gelände.

Peilen auf 80 m stand auf dem Programm, und hier konnte ich mich auf meinen Peilempfänger verlassen. Zunächst wählte ich den bewaldeten Teil, in der Hoffnung hier in gleicher Zeit mehr Sender anlaufen zu können, da sie enger standen und das Wegenetz dichter war. Und in der Tat konnte ich in der ersten Stunde die gesamte Halde abgrasen. Allerdings konnte ich einen Sender überhaupt nicht hören (da es anderen auch so ging, wurde er später nicht gewertet). Bei einem zweiten Sender bin ich, wie so manch anderer auch, einem Irrtum aufgesessen: Der Sender lag so weit vom eingezeichneten Postenkreis entfernt, dass ich ihn für einen der Sender hielt, die ich in meiner Altersklasse nicht anzulaufen hatte. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren, bin ich im Glauben dieser Sender sei ausgefallen dann weiter gezogen. Die anschließende Haldenflanke hatte es noch einmal in sich. Es gab kaum ausgetretene Querungen, um auf die unterschiedlichen Höhenniveaus zu gelangen. Kniehoher Bewuchs erschwerte hier das „quer-Halde-ein“. Um mit Sicherheit noch das Ziel in den 2 h Wettkampfzeit erreichen zu können, musste ich die beiden äußersten Posten leider auslassen. Mit 15 von 18 Sendern kam ich wie am Vortag nach 106 min an.

In diesem Lauf reichte es nur für Platz 8. In der Gesamtwertung beider Wettbewerbe konnte ich mich jedoch noch auf Platz 6 vorschieben. Die technischen Ausfälle vom Vortag und eine Überschreitung der Wettbewerbszeit hatte einige Kontrahenten weit nach hinten fallen lassen. Und realistischerweise: für mich war auch nicht mehr drin. Die Kondition reicht nach einer längeren Laufpause und erst dreimonatigem Training für die ganze Distanz noch nicht aus. Alles in allem war der Spaß- und Erlebnisfaktor bei dieser Meisterschaft wieder hoch. Dem Ausrichterteam gilt ein dickes Dankeschön.<<

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