Naturschutz

Der Wald und die freie Natur sind die Arenen für das Amateurfunkpeilen. Dort lassen sich die kostspieligen Sender vor dem Zugriff Fremder verbergen. Dort ist die Orientierung nur mit Karte und Kompass eine besondere Herausforderung, und dort macht Bewegung zur Gesundheitsförderung mehr Spaß als entlang befahrener Straßen. Nicht ohne Grund nutzen auch andere Gruppen wie z. B. Jogger, Wanderer und Walker, Pilzsammler, Tier- und Vogelkundler oder Jäger den Wald. Und für seine Besitzer hat der Wald auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Umso wichtiger ist ein nachhaltiger Umgang mit der Natur, um sie für alle diese Aktivitäten dauerhaft zu erhalten. Das gilt auch für das Amateurfunkpeilen.

Rücksichtnahme auf Pflanzen, Tiere und Gelände

Die Zahl der am Peilen teilnehmenden Personen ist im Vergleich zu anderen organisierten Freizeitaktivitäten eher klein (örtliche Veranstaltung ca. 10 – 15, regionale Veranstaltung ca. 25 – 30, bundesweite Veranstaltung ca. 50 – 60, Deutsche Meisterschaften ca. 80 – 100). Dabei hat der Schutz von Fauna und Flora einen hohen Stellenwert beim Amateurfunkpeilen.

So gilt für uns:

  • Peilveranstaltungen finden (bis auf gesondert genehmigte Ausnahmen) während der Tageshelligkeit, meist zwischen 10 und 17 Uhr, statt.
  • Naturschutzgebiete dürfen, wie für alle anderen Waldnutzer auch, nur auf Wegen betreten werden. Senderstandorte sind in Naturschutzgebieten tabu. Diese Gebiete sind auf der Karte deutlich markiert.
  • Ruhezonen für das Wild werden beachtet. So werden Dickungen und Schonungen als Rückzugsgebiete des Wilds gemieden. An den Waldrändern werden keine Sender postiert. Die Waldränder dienen Vögeln und Kleintieren oft als Brut- und Nistplätze, Wild muss nicht auf evtl. parallel verlaufende Straßen ausweichen.
  • Wiesen mit hohem Gras werden ausgespart. Hier versteckt sich ebenfalls Wild, außerdem wird das Gras oft von Landwirten als Winterfutter gemäht.
  • Die Routenplanung erfolgt entlang von Wegen. Kein Peilveranstalter kann genau vorhersagen, welche Strecke die Teilnehmer später wählen werden. Ein erfahrener Veranstalter wird die Senderstandorte aber so wählen, dass sich eine logische Route entlang von Wegen ergibt. Sie müssen dann nur auf den letzten Metern zum verborgenen Sender verlassen werden.
  • Die Sender werden so markiert, dass sie zwar von einem Weg oder Pfad nicht sichtbar sind (Diebstahlschutz) aber aus einer Entfernung von etwa 5 – 20 m mit dem geschulten Auge zu entdecken sind. Das vermeidet unnötiges suchendes Hin- und Herlaufen in Standortnähe.
  • Die Senderstandorte werden nicht in Feuchtgebiete oder an den Rand von Gewässern (Bäche, Teiche, Seen) gelegt. Aufforstungen, Wildruhezonen, die Nähe von Futterkrippen, Ameisenhaufen oder Wildbauten sind für Senderstandorte ebenfalls tabu.
  • Als Treff- und Ausgangspunkte werden in der Regel Wanderparkplätze gewählt.
  • Außer der persönlichen Ausrüstung mit dem Peilempfänger nehmen die Teilnehmer nur noch eine Karte, einen Kompass und einen Stift mit in den Wald. Es kann also kein Müll im Gelände entstehen.
  • An Treff- und Ausgangspunkten werden Müllbehälter bereitgestellt, damit die Teilnehmer z. B. vorher, in einer Pause oder nachher Bananenschalen, Verpackungen von persönlicher Verpflegung u. ä. ohne Beeinträchtigung des Walds entsorgen können.
  • Nach der Peilveranstaltung werden die Sender rückstandslos wieder eingesammelt.
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Amateurfunkpeilen: Natur – Technik – Bewegung (…mehr als Laufen, …mehr als Karte und Kompass, …mehr als GPS und Plastikdose)